Psychoonkologische Gespräche verändern sich oft mit dem Zugehen auf das Lebensende. Wenn die Hoffnung auf Heilung oder zumindest langes Leben schwindet, treten andere Fragen in den Vordergrund.
Dr. Klaus Lang
- Um diese Fragen soll es im ersten Teil der Fortbildung gehen.
- Wenn das Unsagbare schwer zu benennen ist: Das Sprechen über subjektive Prognose, Unheilbarkeit und Hoffnung
- Wozu noch weiterleben? Sinnfragen am Lebensende
- Vermächtnisse: Welche Vor- und Nachteile sollten wir mit PatientInnen besprechen?
- Wann und wie beziehen wir Angehörige ein?
- Wie gehen wir mit dem Wunsch nach beschleunigtem Sterben um?
- Das letzte Gespräch: Wie verabschieden wir uns von unseren PatientInnen?
- Nach dem Tod: Der innere Abschluss, Kondolenz und Nachgespräche mit Hinterbliebenen. Rituale im Umgang mit eigener beruflicher Trauer
Im zweiten Teil des Seminars beschäftigen wir uns mit der Trauerbegleitung und Trauertherapie mit Hinterbliebenen.
Trauernde finden auf unterschiedlichen Wegen zu uns: mit Trauer als ausdrücklichem Therapieanliegen oder auch im Rahmen eines Angehörigengespräches nach natürlichem Tod oder einem Suizid. Da für Trauer keine Norm existiert, können Heftigkeit und Dauer von Trauerreaktionen verunsichern, und zwar sowohl die Betroffenen als auch uns Behandelnde.
Folgende Themen werden am zweiten Fortbildungstag vertieft:
- Definition und Bedeutung von Trauer als Kehrseite unserer Bindungsfähigkeit
- Darf Trauer pathologisiert werden und wenn ja: wann? -Die Diagnose "Anhaltende Trauerstörung" (ATS) in der ICD 11
- Trauerbegleitung und Trauertherapie: Abgrenzung, Indikation und Wirkfaktoren
- Die Durchführung von Trauerbegleitung und-therapie mit Fallbeispielen
Für das Seminar konnten wir (erneut) Dr. Klaus Lang gewinnen. Dr. Lang ist Verhaltenstherapeut und Supervisor in eigener Praxis in München, ist als Palliativpsychologe und Psychoonkologe im wissenschaftlichen Beirat der deutschen Krebsgesellschaft (Sektion Psychoonkologie) tätig und engagiert sich seit Jahren intensiv in der psychoonkologischen Weiterbildung.
- Die Gruppengröße beläuft sich auf 22-24 TeilnehmerInnen
- Die Kosten betragen 370 Euro inclusive Pausenverpflegung, die Veranstaltung findet in Münster im A2 am See, Annette-Allee 3, statt.
- Kurszeiten: 28. und 29.01.2028 (!!), freitags 9.00-16.30 Uhr, Samstag 9.00-14.30 Uhr, insgesamt 14 UE
- Fortbildungspunkte sind beantragt.
- Anmeldung gern per email unter info@vt-muenster.de